Gefüllter Wirsingkopf mit Maronen und Dinkel
Gefüllter Wirsingkopf mit Dinkel, Maronen und Pilzen ist ein herzhaftes Hauptgericht, bei dem der Kohl seine Füllung beim Schmoren umschließt. Die Zutaten verbinden nussige, erdige und würzige Aromen, während die Bratensäfte aus dem Topf den Geschmack des Gerichts abrunden.
Für ein gutes Ergebnis kommt es vor allem auf eine formstabile Wirsinghülle und eine Füllung an, die sich gut einfüllen lässt. Wenn du den Kohl sorgfältig vorbereitest und den Dinkel mit den gebratenen Zutaten vermengst, lässt sich der Kopf später gut anschneiden.
Wirsingblätter für eine stabile Hülle vorbereiten
Die großen äußeren Blätter, die du zum Verschließen brauchst, sollten beim Blanchieren biegsam werden, ohne auseinanderzufallen. Die übrigen Blätter im Topf lockern den Kopf ebenfalls auf. Lässt du den Wirsing nach dem Blanchieren gut abtropfen und abkühlen, lässt er sich sicherer anfassen und füllen. Feuchtigkeit an der Öffnung kann die Füllung sonst unnötig aufweichen.
Beim Aushöhlen ist Zurückhaltung wichtig: Entferne die inneren Blätter an der Öffnung, aber lass eine stabile Wand stehen. Ist sie zu dünn, kann der Kohl beim Füllen oder Schmoren einreißen. Die herausgelösten Blätter werden fein geschnitten und unter die Pilzmischung gerührt. So bleibt der Kohl selbst Teil der Füllung, statt dass du ihn wegwirfst.
Dinkel, Pilze und Maronen verbinden
Perldinkel bringt Biss und eine nussige Grundlage mit. Gare ihn in Gemüsebrühe und prüfe vor dem Vermengen, ob noch Flüssigkeit übrig ist: Falls nötig, gieße sie ab, damit die Füllung nicht zu feucht wird. Der Dinkel sollte sich anschließend gut mit den übrigen Zutaten mischen lassen, ohne dass die Masse breiig wirkt.
Champignons, Zwiebel und Knoblauch entwickeln in der Butter ein herzhaftes Aroma; die grob gehackten Maronen ergänzen es mit ihrer milden, festen Textur. Petersilie und Thymian sorgen für eine frische, kräuterige Note. Hebe alles sorgfältig unter den Dinkel und würze mit Salz, schwarzem Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss. So verteilen sich Geschmack und Zutaten gleichmäßig, ohne dass die Maronen völlig zerdrückt werden.
Füllen und im Topf schmoren
Fülle den Wirsing vorsichtig, ohne die Masse in die Öffnung zu pressen. Zu viel Druck belastet die Kohlwand und erschwert das Verschließen. Lege die blanchierten Blätter über die Öffnung, damit die Füllung im Kopf bleibt, und setze den Kohl mit der Öffnung nach oben in den ofenfesten Topf.
Gemüsebrühe im Topf hält die Umgebung beim Schmoren feucht und nimmt dabei Geschmack auf. Gare den Wirsing zunächst zugedeckt; nimm den Deckel erst für den abschließenden Bratenschritt ab. Dadurch kann die Oberfläche Farbe annehmen, während der gefüllte Kopf im Topf geschützt bleibt. Die Bratensäfte solltest du beim Anrichten auffangen und zum Gericht geben.
Ruhen lassen und sauber anschneiden
Gib dem Wirsing nach dem Garen Zeit zum Ruhen, bevor du ihn anschneidest. Direkt aus dem Ofen ist die Füllung noch locker und heiß; beim frühen Schneiden kann sie leichter herausfallen. Mit etwas Ruhe lässt sich der Kopf kontrollierter teilen, und die Füllung bleibt besser in den Wirsingschichten.
Ein scharfes Messer und ein vorsichtiger Schnitt helfen, die Kohlhülle nicht aufzureißen. Achte beim Portionieren darauf, dass jedes Stück sowohl Wirsing als auch Füllung enthält. Die aromatischen Bratensäfte aus dem Topf gehören dazu und bringen die Aromen von Gemüsebrühe, Pilzen und Kräutern zusammen.
Häufige Fragen
Warum muss der Wirsing nach dem Blanchieren gut abtropfen?
Überschüssiges Wasser macht die Kohlblätter glitschig und kann die Füllung verwässern. Lass den Wirsing deshalb gründlich abtropfen und abkühlen. So kannst du ihn beim Aushöhlen und Füllen besser handhaben, und die Masse lässt sich einfacher in die Öffnung geben.
Wie bleibt der Wirsing beim Füllen stabil?
Höhle die Öffnung vorsichtig aus und lass dabei eine feste Wand stehen. Drücke die Füllung nicht zu stark hinein, denn das kann den Kohl beschädigen. Die blanchierten äußeren Blätter legst du über die Öffnung, damit die Masse im Kopf bleibt.
Was tun, wenn der gegarte Dinkel noch Flüssigkeit enthält?
Gieße verbliebene Flüssigkeit ab, bevor du den Dinkel mit der Pilzmischung und den Kräutern vermengst. Eine zu feuchte Füllung lässt sich schlechter in den Wirsing geben. Sie sollte sich gut verteilen lassen und ihre Zutaten erkennbar behalten.
Gefüllter Wirsingkopf mit Maronen und Dinkel
Gang: HauptgerichtKüche: DeutschSchwierigkeit: Einfach4
Portionen25
Minuten1
Stunde36
Minuten385
kcal2
Stunden13
MinutenEin blanchierter Wirsingkopf wird mit Dinkel, Maronen und gebratenen Pilzen gefüllt und im Ofen geschmort. Dazu passen die würzigen Bratensäfte aus dem Topf.
Zutaten
- Wirsing und Füllung
1 Wirsingkopf, etwa 1,2 kg
180 g Dinkelkörner (Perldinkel)
150 g vorgegarte Maronen
200 g Champignons
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
30 g Butter
2 EL gehackte Petersilie
1 TL gehackter Thymian
1/2 TL Salz für die Füllung
1/4 TL schwarzer Pfeffer
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
- Zum Garen
500 ml Gemüsebrühe für den Dinkel
300 ml Gemüsebrühe für den Ofen
4 l Wasser zum Blanchieren
1 EL Salz für das Blanchierwasser
Zubereitung
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Wirsing putzen, zwei große äußere Blätter beiseitelegen und den Strunk kegelförmig herausschneiden. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln, Champignons klein schneiden und Maronen grob hacken.
- Den Dinkel in 500 ml Gemüsebrühe aufkochen und zugedeckt 25 Minuten bei kleiner Hitze garen. In den letzten 8 Minuten gleichzeitig den Wirsing und die beiseitegelegten Blätter in einem großen Topf mit kochendem Wasser und 1 EL Salz blanchieren. Die Blätter nach 2–3 Minuten herausheben und den Wirsing nach 4 Minuten vorsichtig wenden. Den Wirsing anschließend 15 Minuten abkühlen und abtropfen lassen.
- Die Butter in einer Pfanne schmelzen. Zwiebel und Champignons darin 5 Minuten anbraten, dann Knoblauch und Maronen zugeben und weitere 3 Minuten braten. Den Wirsing an der Öffnung vorsichtig aushöhlen und dabei eine stabile Wand stehen lassen. Herausgelöste innere Blätter fein schneiden und unter die Pilzmischung rühren.
- Den gegarten Dinkel abgießen, falls noch Flüssigkeit übrig ist, und mit der Pilzmischung, Petersilie und Thymian vermengen. Mit 1/2 TL Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Die Füllung in den Wirsing geben und die Öffnung mit den blanchierten Blättern verschließen.
- Den Wirsing mit der Öffnung nach oben in einen ofenfesten Topf setzen und 300 ml Gemüsebrühe angießen. Zugedeckt 45 Minuten im Ofen garen, dann den Deckel abnehmen und weitere 10 Minuten braten. Vor dem Anschneiden 5 Minuten ruhen lassen und mit den Bratensäften servieren.
Hinweise
- Den Wirsing nach dem Blanchieren gut abtropfen lassen, damit sich die Füllung leichter einfüllen lässt.









