Luftiger Salzburger Nockerl-Auflauf auf Preiselbeeren
Dieser luftige Salzburger Nockerl-Auflauf verbindet süßen Eischnee mit einer fruchtigen Schicht aus Preiselbeerkompott und Kürbispüree. Die säuerlichen Beeren geben einen klaren Gegenpol, während der Kürbis die Fruchtigkeit milder und runder wirken lässt.
Anders als bei vielen Kürbiskuchen steht hier kein schwerer Teig im Mittelpunkt: Die Nockerln leben von eingeschlagener Luft und einer zarten, goldbraunen Oberfläche. Damit das gelingt, kommt es vor allem auf einen stabilen Eischnee und behutsames Unterheben an.
Preiselbeeren und Kürbis verbinden
Das Preiselbeerkompott bringt eine ausgeprägte Säure und Fruchtigkeit mit. Ungesüßtes Kürbispüree ergänzt diese Basis mit milden, sanften Kürbisnoten, ohne die Beeren zu überdecken. Ein wenig Zitronensaft hält den fruchtigen Charakter präsent und verhindert, dass die Schicht zu süßlich oder schwer wirkt.
Rühre die drei Komponenten gleichmäßig zusammen, bevor du sie in der gebutterten Auflaufform verteilst. Eine flache, gleichmäßige Schicht bildet den Boden für die Nockerln. Achte darauf, dass keine großen Häufchen des Pürees bleiben: So treffen die Nockerln beim Backen auf eine möglichst einheitliche Unterlage.
Eischnee sorgt für die luftige Struktur
Die Eier sollten zimmerwarm sein und sauber getrennt werden. Schon Eigelb im Eiweiß kann verhindern, dass der Eischnee ausreichend Volumen entwickelt. Schlage das Eiweiß zunächst mit Salz schaumig und lass den Zucker nach und nach einrieseln. Der fertige Schnee soll glänzen und feste Spitzen bilden; bleibt er weich, fehlt der Masse Halt.
Eigelb wird mit Vanillezucker und Zucker cremig aufgeschlagen, bevor das Mehl dazukommt. Verrühre das Mehl nur so weit, bis es aufgenommen ist. Ein Drittel des Eischnees darf anschließend gründlicher in die Eigelbmasse gerührt werden: Dieser Schritt lockert die dichtere Masse, damit sich der restliche Schnee leichter einarbeiten lässt.
Den übrigen Eischnee hebst du vorsichtig unter. Bewege den Teigspatel behutsam durch die Masse, statt kräftig zu rühren. Beende das Unterheben, sobald keine großen weißen Streifen mehr sichtbar sind. Eine vollkommen glatt gerührte Masse ist nicht nötig; zu langes Rühren drückt die eingeschlagene Luft heraus und lässt die Nockerln dichter werden.
Nockerln formen und goldbraun backen
Verteile die Masse in großen, voneinander erkennbaren Nockerln auf dem Preiselbeerboden. Mit einem Löffel kannst du die Oberfläche leicht hochziehen, sodass typische Spitzen entstehen. Arbeite dabei zügig und behutsam: Die luftige Masse soll ihre Form behalten und nicht durch wiederholtes Glattstreichen zusammenfallen.
Im Ofen gehen die Nockerln auf und bekommen eine goldbraune Oberfläche. Richte dich beim Vorheizen und Backen nach den Angaben der Rezeptkarte. Während des Backens sollte die Form auf der mittleren Schiene stehen. Die sichtbare Farbe ist ein hilfreicher Orientierungspunkt, ersetzt aber nicht die vorgegebene Backdauer.
Serviere den Auflauf unmittelbar nach dem Backen. Die Nockerln wirken frisch aus dem Ofen besonders luftig; längeres Stehenlassen passt deshalb nicht zu ihrer gewünschten lockeren Konsistenz. Die fertige Oberfläche sollte goldbraun sein, während der Kontrast zwischen zartem Schaum und fruchtigem Boden erhalten bleibt.
Häufige Fragen
Warum wird mein Eischnee nicht fest?
Prüfe, ob Eigelb in das Eiweiß geraten ist und ob die Schüssel sauber war. Schlage das Eiweiß mit dem Salz schaumig und gib den Zucker schrittweise dazu. Der Schnee sollte am Ende glänzen und feste Spitzen bilden.
Wie verhindere ich, dass die Nockerln zusammenfallen?
Arbeite mit festem Eischnee und rühre ihn nicht vollständig in die Eigelbmasse ein. Lockere die Eigelbmasse zuerst mit einem Teil des Schnees und hebe den übrigen behutsam unter. Stoppe, sobald keine großen weißen Streifen mehr zu sehen sind.
Woran erkenne ich, dass die Nockerln fertig gebacken sind?
Die Nockerln sollten sichtbar aufgegangen und goldbraun sein. Halte dich zusätzlich an die Backdauer und Ofeneinstellung in der Rezeptkarte. Serviere den Auflauf direkt nach dem Backen, damit die luftige Struktur möglichst gut zur Geltung kommt.
Luftiger Salzburger Nockerl-Auflauf auf Preiselbeeren
Gang: DessertKüche: ÖsterreichischSchwierigkeit: Einfach4
Portionen15
Minuten20
Minuten400
kcal35
MinutenGroße, luftige Salzburger Nockerln backen goldbraun auf einer fruchtigen Preiselbeer-Kürbis-Schicht. Die milden Kürbisnoten ergänzen die säuerlichen Beeren.
Zutaten
- Preiselbeerboden
300 g Preiselbeerkompott
100 g ungesüßtes Kürbispüree
1 TL Zitronensaft
15 g Butter für die Form
- Nockerln
6 Eier, Größe M, zimmerwarm
70 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
35 g Weizenmehl
1 Prise Salz
Zubereitung
- Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine flache Auflaufform von etwa 24 cm Länge mit der Butter ausstreichen. Preiselbeerkompott, Kürbispüree und Zitronensaft verrühren und in der Form verteilen.
- Die Eier trennen. Eigelbe mit Vanillezucker und 20 g Zucker cremig aufschlagen, dann das Mehl unterrühren.
- Eiweiße mit der Prise Salz schaumig schlagen. Die übrigen 50 g Zucker nach und nach einrieseln lassen und weiterschlagen, bis der Eischnee glänzt und feste Spitzen bildet.
- Ein Drittel des Eischnees unter die Eigelbmasse rühren, um sie aufzulockern. Den übrigen Eischnee vorsichtig unterheben, bis keine großen weißen Streifen mehr zu sehen sind.
- Die Masse in vier großen Nockerln auf dem Preiselbeerboden verteilen und die Spitzen mit einem Löffel hochziehen. Auf der mittleren Schiene 20 Minuten backen, bis die Nockerln aufgegangen und goldbraun sind.
- Direkt nach dem Backen servieren.
Hinweise
- Den Eischnee nur so lange unterheben, bis die Masse gerade eben gleichmäßig ist; so bleibt möglichst viel Luft in den Nockerln.









